Jun 19

YaCy bequem unter Windows installieren

Eine besondere Neuerung für Windows-Nutzer ist der jüngst veröffentlichte Windows-Installer. Mit ihm ist der Einstieg in YaCy noch einfacher geworden. Die ausführbare Datei entspricht dem bisherigen Archiv und legt bei der Installation zusätzliche Verknüpfungen an. Ist keine aktuelle Java-Version installiert, wird diese online nachgeladen.

Der Installer bleibt nicht die einzige Entwicklung mit der sich YaCy besser in Windows integriert. Weitere Verbesserungen sind geplant und werden in nächster Zeit den Wohlfühlfaktor von YaCy auch unter anderen Systemen weiter steigern.

Der neue Installer kann unter yacy.net heruntergeladen werden.

Jun 09

YaCy 0.59

Nur wenige Tage nach dem LinuxTag 2008 ist YaCy in der Version 0.59 erschienen. Das wichtigste neue Feature ist die Möglichkeit, eine Intranetsuche aufzubauen. Der Einsatz als vom öffentlichen Netz getrennte Installation (sog. Robinson-Peer) wurde stark erleichtert. Mit Version 0.59 kann per Mausklick zwischen den verschiedenen Anwendungsfällen umgeschaltet werden. Das händische Editieren von Konfigurationsdateien ist nicht mehr notwendig. Um die Vertraulichkeit privater Daten (z.B. aus dem Intranet) sicher zu stellen, wird für jeden Anwendungsfall ein separater Index angelegt, so dass eine eindeutige Trennung der verschiedenen Daten gegeben ist.

YaCy System-MonitorEin Feature, das dem Nutzer zeigt, womit der Peer aktuell beschäftigt ist, ist der neue System-Monitor (Terminal-Seite), die aktuelle Ereignisse in textueller und grafischer Form anzeigt. Am auffälligsten dürfte dabei die animierte Grafik sein, welche die Verlinkungsstruktur der zuletzt gecrawlten Domains anzeigt, in die nach einem Mausklick auf die Grafik mit den Tasten „+“ bzw. „-“ hinein und heraus gezoomt werden kann. Mit den Tasten „a“, „d“, „w“, „s“ kann in der Grafik navigiert werden und die Taste mit der Zahl „0“ bringt die Grafik zurück in die Ausgangsposition.

YaCy 0.59 ist ab sofort auf yacy.net erhältlich.

Dez 22

YaCy wechselt zu Java 5

Bisher wurde für die Benutzung von YaCy mindestens Java 1.4.2 vorausgesetzt. YaCy 0.56 wird die letzte Version sein, die auf Grundlage von Java 1.4.2 programmiert ist. Mit der Entwicklerversion 0.561 und der darauf basierenden Stable-Version 0.57 wird Java 5 vorausgesetzt werden.

Warum erst jetzt?
Mit dem Umstieg wurde relativ lange gewartet – Java 5 ist mittlerweile über 3 Jahre alt – , was mehrere Gründe hat. Zum Einen sollte verhindert werden, dass durch einen verfrühten Umstieg auf Java 5 YaCy auf zahlreichen Systemen, für die keine Laufzeitumgebung in der entsprechenden Version zur Verfügung stand oder installiert werden konnte, nicht lauffähig ist. Mittlerweile ist Java 5 für alle aktuellen System erhältlich, so dass beim Wechsel der Java-Version hoffentlich kein Peer auf eine alte YaCy-Version festgelegt sein wird. Zum Anderen war Java lange Zeit nicht in einer freien und zu Suns Java-Laufzeitumgebung völlig kompatiblen Version erhältlich. Da freie Alternativen sich hauptsächlich zum Ziel gesetzt haben, Java 1.4.2 anzubieten, wurde lange die Hoffnung gehegt, dass YaCy bald auf einem freien Java laufen könnte. Mittlerweile ist Suns Java zu einem Großteil freie Software und somit steht dem Wechsel nichts mehr entgegen.

Warum nicht gleich Java 6?
Java 6 ist noch nicht für alle aktuellen Systeme verfügbar. Zur Zeit ist für Apple Mac OS X kein Java 6 erhältlich und es ist noch nicht abzusehen, wann dies der Fall sein wird.

Welche Vorteile bietet Java 5?
Mit dem Wechsel von Java 1.4.2 auf Java 5 erhalten die Programmierer einige neue Werkzeuge, welche die Entwicklung vereinfachen und beschleunigen. Besonders hervorzuheben sind die Generics, die sicherstellen, dass sich z.B. in Listen nur solche Objekte befinden, für die die Liste auch vorgesehen ist. Außerdem bietet Java 5 zusätzliche Befehle u.a. zum einfacheren Umgang mit Nebenläufigkeiten. Außer dass für die Ausführung zukünftiger YaCy-Versionen die Java 5-Laufzeitumgebung benötigt wird und dass YaCy noch zuverlässiger wird, ändert sich für reine Anwender nichts.